Sammelrezension NordkoreaGyörgy Széll
ASIEN – Nr. 148 (2018) pp. 123–25
Seit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un, Herrscher in dritter Generation, die Welt mit seinen Atombomben- und Langstreckenraketenversuchen in Atem hält, steht dieses Land erneut im Mittelpunkt des Weltinteresses. Die neuesten Entwicklungen seit dem Besuch von Kim Jong-Uns Schwester bei den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang bedeuten eine absolute Kehrtwende in der bisherigen Außenpolitik Nordkoreas. Deren bisheriger Höhepunkt war das Treffen der beiden koreanischen Spitzenpolitiker in Panmunjeon am 27. April 2018 und die daraus hervorgegangene gemeinsame Erklärung. Nun steht noch das Gipfeltreffen von Kim Jong-Un mit dem amerikanischen Präsidenten aus. Denn, wie der südkoreanische Präsident Moon Jae-in im Februar nach den ersten Annäherungen richtigerweise feststellte, eine endgültige Friedensordnung hängt wesentlich von den USA, aber selbstverständlich auch von der VR China ab. Die drei hier zu besprechenden Bücher sind alle vor diesen jüngsten Entwicklungen veröffentlicht worden, nichtsdestotrotz haben sie nichts an ihrer Bedeutung verloren.
Rainer Werning und Helga Picht: Brennpunkt Nordkorea. Wie gefährlich ist die Region? Berichte, Daten und Fakten
Berlin: Berolina, 2018. 192 S., 9,99 EUR
Bandi: Denunziation. Erzählungen aus Nordkorea (Mit einem Vorwort von Thomas Reichart. Übersetzer: Ki-Hyang Lee)
München: Piper, 2017. 224 S., 20 EUR
Rüdiger Frank: Unterwegs in Nordkorea. Eine Gratwanderung
München, Deutsche Verlags-Anstalt, 2018. 352 S., 20 EUR









