ASIEN – Nr. 156/157 (Juli/Oktober 2021)
ASIEN – Nr. 156/157 (Juli/Oktober 2021)

Junge Wiener OstasienwissenschaftenMartin Mandl und and Florian Purkarthofer

ASIEN – Nr. 158/159 (2021) pp. 7–10

Die vergangenen eineinhalb Jahre waren geprägt von großer Unsicherheit und verlangten uns allen viel Flexibilität ab. Als Asienforschende war es für uns selbstverständlich, vor Ort Erhebungen durchzuführen, Kolleg:innen zu treffen und aktuelle Eindrücke zu sammeln. Nicht so in den Corona-Jahren 2020 und 2021; auch heute noch spüren wir vielerorts die Auswirkungen auf unsere Arbeit und unser gewohntes Leben.

Konferenzen sind weiterhin in den digitalen Raum verlegt und Interviewpartner:innen vor Ort halten weiter Abstand. Besonders betroffen von diesen Auswirkungen der Pandemie sind die Jungwissenschafter:innen der DGA. Anders als ihre etablierten Kolleg:innen können sie oftmals noch nicht auf ein dichtes Netz an Kontakten vor Ort zurückgreifen, wenn die Reisebeschränkungen einen Besuch im jeweiligen Forschungsland unmöglich machen. Während sie in Onlinekonferenzen zwar ihre Forschung vorstellen und freundliches Feedback erhalten können, so fehlt doch die tieferführende Diskussion „zwischen Tür und Angel“, und auch der persönliche Anschluss an die eigene wissenschaftliche Community kommt zu kurz. Ohne Rücksicht auf die gravierenden Einschnitte in die Arbeitsrealitäten des wissenschaftlichen Nachwuchses rücken die Anstellungsenden befristeter Verträge unvermindert näher.