Ist Dialog noch möglich?Gunter Schubert
ASIEN – Nr. 110 (2009) pp. 7–8
Im September 2008, in unmittelbarem Anschluss an die Olympischen Sommerspiele in Beijing, erreichten den Deutschen Bundestag zwei offene Briefe, in denen die China-Berichterstattung der Deutschen Welle scharf verurteilt wurde. Sowohl der „Autorenkreis der Bundesrepublik Deutschland“ als auch eine Reihe von in Deutschland lebenden chinesischen Dissidenten forderten eine politische Überprüfung der Mitarbeiter der China-Redaktion der Deutschen Welle, denen man eine Manipulierung der öffentlichen Meinung zugunsten eines autoritären und menschenverachtenden Regimes unterstellte. Kurzzeitig wurde daraufhin die besonders in der Kritik stehende stellvertretende Leiterin der China-Redaktion, Zhang Danhong, ihres Postens enthoben. Anfang Dezember 2008 hat der Rundfunkrat der Deutschen Welle nach einer eingehenden Untersuchung die gegen die China-Redaktion erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen…












