In memoriam Manfred Pohl (13. Juni 1943 – 30. März 2015)Gabriele Vogt
ASIEN – Nr. 135 (2015) pp. 82–85
Manfred Pohl war durch und durch Hamburger: verwurzelt im Norden, zugleich weitgereist und weltgewandt. Aufblühend in seinem Garten in Langenhorn und doch stets angetrieben von der Neugierde auf neue Perspektiven, seinen Blick zielgerichtet auf alles, das jenseits der Grenzen des Bekannten lag. Seine feste Erdung und seine dynamische Wissbegierde haben ihn in ihrem Zusammenwirken zu dem Wissenschaftler werden lassen, der er war. Ein Pionier, einer, der die Grenzen seines Fachs, der Japanologie, auf der Grundlage einer umfassenden Ausbildung zu erweitern suchte. Dies gelang ihm in unvergleichlicher Manier. Manfred Pohl prägte das Feld der sozialwissenschaftlichen Japanforschung nachhaltig. Er erschloss es gewissermaßen und machte es für die nachfolgenden Wissenschaftlergenerationen zugänglich…











