EditorialGünter Schucher
ASIEN – Nr. 108 (2008) pp. 7–8
Bei Veröffentlichung dieses Heftes steht die Eröffnung der 29. Olympischen Spiele in Beijing unmittelbar bevor. Wie zu erwarten war, hat dieses Megaereignis China in den Mittelpunkt des internationalen öffentlichen Interesses gerückt. Allerdings hat sich dabei die Stimmung vielfach gegen China gerichtet – zur Überraschung vieler Chinesen und wohl auch der chinesischen Führung. Diese hatte am 13. Juli 2001 triumphiert, als das IOC mit deutlicher Mehrheit Beijing zum Sieger erklärte. War sie acht Jahre zuvor noch mit ihrem Antrag gescheitert, da die Erinnerung an die blutigen Ereignisse am 4. Juni 1989 noch zu frisch waren, so schien nun die Situation reif dafür, dass China als gleichberechtigtes Mitglied in den Kreis der Großmächte eintrat. Die Spiele sollten dabei helfen, die neue Wirtschaftsmacht, ihren Glanz, ihre Leistungsfähigkeit sowie das kulturelle und sportliche Niveau der chinesischen Menschen einer staunenden Weltöffentlichkeit zu präsentieren…











