ASIEN – Nr. 38 (Januar 1991)
ASIEN – Nr. 38 (Januar 1991)

Ecological and Economical Aspects of Tea Cultivation in Northern Thailand – Tea as an ‚Opium-Suppression‘ Crop?Hans-Joachim Fuchs

ASIEN – Nr. 38 (1991) pp. 35–50

Der in den letzten 30 Jahren festzustellende, möglicherweise auf weiträumige Regenwaldabholzung zurückzuführende Rückgang der jährlichen Niederschläge hat zu einer stetigen Verringerung der – ohnehin durch geringe Pflanzendichte und aufwendige Pflückarbeiten der 4-5 m hohen Teebäume wenig befriedigenden – Erträge in den untersuchten Regionen Chiang Rai und Chiang Mai geführt. Viele Bergbauern versuchen daher, ihre Einnahmen durch den Anbau von Opium zu verbessern. Der Artikel versucht, agrarökologische und -ökonomische Alternativen aufzuzeigen, die ohne großen Mehraufwand zu einer Teeertragssteigerung führen könnten. Die Teepflanzungen sollten in ein ‚mixed farming system‘ bestehend aus Tee, Anbaufrüchten für die Selbstversorgung, Wald- und Weideland umgewandelt werden und durch verläßlichere und höhere Erträge die Attraktivität des Opiumanbaus reduzieren helfen.